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Herzlichen Dank für Ihr Interesse am Kunstverein Ingelheim e.V. Der Kunstverein wurde 2014 gegründet und hat im kulturellen Leben von Ingelheim inzwischen einen festen Platz eingenommen. Er rundet das umfangreiche örtliche Kultur- und Kunstangebot ab und trägt zur regionalen und überregionalen Beliebtheit von Ingelheim bei.
Wir laden Sie herzlich zur Ausstellung quART ein. Die Vernissage findet am Samstag, den 30. Mai um 19 Uhr statt. Mit Renate Göhlich, Sandra Rau, Ruth Ohlig-Kiesel und Sascha Marx stellen vier kunstschaffende Mitglieder ihre Arbeiten dem Publikum vor.
Für Renate Göhlich ist die abstrakte Malerei das Experimentieren mit intensiven Farben und haptischen Oberflächen. Sie arbeitet überwiegend großformatig in Acryl, zum Teil kombiniert mit Öl, und anderen Materialien. Mit Pinsel, Spachtel und diversen Gegenständen werden Schichten aufgebaut, umgewandelt und abstrahiert, bis ein lebendiges Bild entsteht, in dem Farben und Strukturen aufeinandertreffen und eine harmonische Spannung entsteht. Das Ziel ist nicht, eine reale Welt abzubilden, sondern eine eigene, visuelle Energie spürbar zu machen.
Ausgangspunkt der abstrakten Arbeiten von Sandra Rau ist ein Farbexperiment, das sich in einem Wechselspiel von Intuition und Reflexion über mehrere Arbeitsphasen hinweg entfaltet. Dabei legt die Künstlerin besonderen Wert auf Bildaufbau und Farbwirkung. Übermalungen, Reduktionen und Verdichtungen sind integraler Bestandteil ihres Prozesses. Die ureigene Formensprache der Künstlerin, sowie ihr charakteristischer Farbauftrag, verleihen den farbintensiven Arbeiten ihren besonderen visuellen Charakter. Sandra Rau möchte die Betrachter zu eigenen Interpretationen und Geschichten anregen und ihren Alltag damit nachhaltig bereichern.
Die Arbeiten von Ruth Ohlig-Kiesel gehen aus dem Suchen hervor. Dabei interessiert sie sich vor allem für organische Naturmaterialien wie Pflanzenteile, Fundstücke und Fragmente, die meist unbeachtet bleiben. Im Atelier werden diese Materialien vereinzelt und in neue Zusammenhänge überführt. Es entstehen Assemblagen und Objekte, aber auch Motivelemente, die für fotografische und experimentelle Verfahren dienen. Charakteristisch ist die Gegenüberstellung von gewachsener Form und gesetzter Ordnung, die ein Spannungsfeld von natürlicher Vielfalt und formaler Struktur erzeugt.
Ausgehend von einem Nachspüren der uns umgebenden Natur lässt sich die Malerin Sascha Marx zunächst von der Farbe leiten. Sie lagert Schichten über Schichten, verdeckt, hebt wieder, spürt Farbklängen nach, zerstört harmonische Bereiche, gibt gestische Impulse, um dem Unterschwelligen auch noch Raum zu lassen. So nähert sich die Malerei allmählich einem Zustand, der etwas Vertrautes in ihr und dem Betrachter auslöst, vielleicht ein Gefühl von Heimat in einer dennoch existenten Wildnis, einen unentschiedenen Schwebezustand, ausgeglichene Unruhe.
(Pressetext von Miriam Maslowski)
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