Rückschau

An dieser Stelle finden Sie einen Rückblick auf die Ausstellungen des laufenden und des vergangenen Jahres sowie Beschreibungen zu den Künstlern und ihren Werken. Rückblick auf frühere Jahre finden Sie hier im ARCHIV››


Ausstellungen 2020


Wolfhard Tannhäuser

Vergänglichkeit


Wolfhard Tannhäuser studierte an der Johannes-Gutenberg-Universität Kunsterziehung und Kunstgeschichte. Neben der Kunsterziehung an verschiedenen Gymnasien wurde seine künstlerische Ausdrucksweise in Form von Zeichnungen, Malerei und der Fotografie bekannt. Zudem erhielt der Künstler besondere Wertschätzung in seiner 10-jährigen Tätigkeit als Vorsitzender des Fachverbands für Kunstpädagogik in Rheinland-Pfalz (BDK). Die Kunst von Wolfhard Tannhäuser wurde national und international ausgestellt. Heute ist seine Kunst in Museen und Öffentlichen Institutionen im In- und Ausland vertreten.

Die stetige Leitidee seines Schaffens war die Darstellung der „Vergänglichkeit“, zu Beginn seiner Schaffenszeit auf Papier ausschließlich mit schwarzem Kugelschreiber und dem Bleistift in Szene gesetzt. Später entwickelt er Collagen, denn seine geradezu perfekten Zeichnungen verbinden sich jetzt in seinen Objekten mit der Fotografie. Der Künstler bleibt dabei seiner realistischen Darstellungsweise treu. Er demonstriert die Vergänglichkeit von Objekten, des Lebens oder auch der weltpolitischen Kräfte. Die Ausstellung von Wolfhard Tannhäuser beeindruckt und hinterlässt Spuren. Der Kunstverein Ingelheim ist froh, einen Großteil der Schaffenszeit dieses außerordentlichen Künstlers zu präsentieren.

Die Ausstellung „Vergänglichkeit“ wird kuratiert von Aniko Havas, die als künstlerische Beirätin im Kunstverein aktiv ist. Die Einführung hielt Frau Prof. Valy Wahl. Abgerundet wird die Ausstellung durch den von Lars Michael Storm produzierten, informativen Film über den Künstler, der während der kompletten Ausstellung zu sehen ist.

Wir möchten an dieser Stelle auch auf die Finissage am 16.2. um 17 Uhr hinweisen. Vera Mohrs und Kostia Rapoport vom Staatstheater Nürnberg präsentieren Eigenkompositionen mit Gesang, Klavier und Synthesizern. Zudem wird am 7.2. um 17 Uhr ein „Werkgespräch“ – vornehmlich für Mitglieder des Werkbunds Rheinland-Pfalz – stattfinden, in dem der Künstler exemplarisch einige Arbeiten vorstellen wird, insbesondere sein neues Projekt namens „Westflug“.

 

18. Januar bis 16. Februar 2020

Ausstellungen 2019


Mitgliederausstellung 2019

Kontraste



„Die Künstler im Kunstverein Ingelheim haben einmal im Jahr die Möglichkeit, ihre Arbeiten dem breiten Publikum zu zeigen. Das freut uns sehr. Zudem wissen wir es in diesem Jahr sehr zu schätzen, dass die neue hauptamtliche Beigeordnete der Stadt Ingelheim, Dr. Christiane Döll, die Eröffnungsansprache halten wird“, erklärt Jens Jürgen Huber, erster Vorsitzender des engagierten Kunstvereins.

 

Gezeigt werden zirka 50 Werke mit ganz unterschiedlichem Anspruch und technischem Können. Die Palette reicht vom einfachen Nachvollzug bekannter Kunst über den persönlichen Ausdruck bis hin zur professionell reflektierten Anwendung und Entwicklung künstlerischer Mittel und Prinzipien. Diese große Bandbreite in inhaltlicher, formaler und technischer Hinsicht sorgt dafür, dass wohl jeder Besucher der Ausstellung Bilder oder Skulpturen finden wird, die ihn besonders ansprechen.

 

„Uns liegt es am Herzen, dass Macher und Betrachter der Kunst sich in der Mitgliederausstellung offen begegnen. Wenn es bei der Vernissage zum Austausch und zum Gespräch über Kunst kommt, haben wir viel erreicht“, so Rudi Nowak, Leiter des künstlerischen Beirates des Kunstvereins Ingelheim, der auch in diesem Jahr die Mitgliederausstellung kuratiert.

7. Dezember 2019 bis 5. Januar 2020

 

 

Studenten stellen ihre werke aus

Institut für Künstlerische Keramik und Glas der Hochschule Koblenz in Höhr-Grenzhausen (IKKG)



Als eine der wenigen international hochrangigen Einrichtungen der bildenden Kunst bietet das Institut für Künstlerische Keramik und Glas der Hochschule Koblenz in Höhr-Grenzhausen (IKKG) jungen Menschen eine künstlerische Ausbildung mit dem Schwerpunkt moderne Skulptur und den Materialfeldern Keramik und Glas. Das Institut begreift sich als Ort, an dem alle gesellschaftlichen, künstlerischen und philosophischen Fragen intensiv diskutiert und in Skulptur und Malerei sowie anderen Medien umgesetzt werden.

Mit der Ausstellung „Caluccino“ fordern Studierende der IKKG Kunstinteressierte dazu auf, die Rezeption von Kunst nicht nur an der Oberfläche zu belassen. „Caluccino“ entstammt dem Italienischen und bedeutet so viel wie „der Ring, den ein vom Kondenswasser feuchtes Glas auf dem Tisch hinterlässt“. Die Studierenden laden mit ihren Werken ein, an dieser Oberfläche zu kratzen, hinter die Fassade zu blicken und das wahrzunehmen, was nicht explizit vor uns liegt. Sie offenbaren uns in ihren Arbeiten, stets mehr zu sehen, als wir tatsächlich sehen. Sie machen aufmerksam auf das Dahinter oder das Dazwischen und hinterfragen Material ebenso wie unsere Sehgewohnheiten.

Fühlen Sie sich manchmal einsam, obwohl Sie mitten in einer Gemeinschaft sind? Oder haben Sie sich schon einmal gefragt, was sich im Inneren einer Litfaßsäule verbirgt? Werden drinnen, fein aufgestapelt, Steuergelder aufbewahrt? Oder dachten Sie beim Verzehr von Popcorn je an die bis heute sichtbaren Spuren der Kolonialisierung? Auf diese und andere soziokulturellen und –politischen Fragen bieten die Studierenden skulpturale Entgegnungen – oder vielmehr Begegnungen, die zu Refektion und Diskussion anregen sollen. 

9. bis 30. November 2019

 

 

Anna Bieler

Neosurrealistische Lebenswelten


Die Künstlerin Anna Bieler studierte an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz Freie Bildende Kunst. Seitdem hat sie eine rege Ausstellungstätigkeit im In- und Ausland. Ihr Atelier und Lebensschwerpunkt befinden sich zurzeit in Wiesbaden. In ihrer zumeist großformatigen Malerei beschäftigt sie sich mit existentiellen und hintergründigen Fragen des Menschseins.

Die in ihren Bildern gezeigten Figuren – Menschen, Tiere und Fantasiewesen – sind in Momenten festgehalten, in denen nicht eine Handlung im Vordergrund steht, sondern in denen sie auf sich selbst zurückgeworfen sind. Dies geschieht auch in der Begegnung mit anderen Wesen und Elementen. So entstehen sowohl Fragen nach dem Ursprung und der Zukunft des Menschen, als auch Wahrnehmungen von der eigenen Vielschichtigkeit und Wandlungsfähigkeit.

Sie erschafft abstrakte Farbräume, die den BetrachterInnen eigene Interpretationen ermöglichen und dem wichtigsten Merkmal ihrer Kunst Ausdruck verleihen: der Farbe. Durch sie leben die Bilder und bekommen die ihnen innewohnende Kraft.

12.10. - 2.11.2019

Susan Geel

Mensch-Sein, wie ich es sehe


Die Künstlerin Susan Geel wurde 1962 in der Schweiz geboren und lebt seit 1998 in Deutschland. Schon während der Ausbildung genoss die Kunst eine hohe Aufmerksamkeit in ihrem Leben. Maßgeblich beeinflusst wurde Susan Geel neben Kursen und Einzelunterricht durch ein einjähriges Studium an der "San Francisco School of Art" in den USA. Heute ist sie als Bildhauerin aktiv.

Die Skulpturen von Susan Geel zeigen ihre Auseinandersetzung mit der menschlichen Figur, mit deren Körperlichkeit, Körperspannung und Bewegung. Die Skulpturen bewegen sich in den Raum hinein und kommunizieren mit dem Betrachter. Aktuell befasst sich die Künstlerin vermehrt mit der Wechselwirkung von Mensch und Natur. Wie verändern wir die Natur - wie verändert sie uns?

Die Künstlerin schafft ihre plastischen Arbeiten aus Ton. Die Oberflächen sind nie glatt und perfekt, sondern betonen mit rauen, kantigen Arbeitsspuren zusätzlich die Räumlichkeit und das Spiel mit Licht und Schatten. Geformter und gebrannter Ton darf und soll gerne aussehen wie Stein oder Eisen mit strukturierter Oberfläche. Susan Geels keramische Arbeiten beeindrucken durch ihre expressiven Posen und die enorme Dimensionen. Das Ergebnis sind außergewöhnliche, sehenswerte Skulpturen.

31.8.2019 - 6.10.2019


Vier Künstler stellen sich vor

Art Quadrat 2019


Die "Art Quadrat" ist in diesem Jahr die 6. Ausstellung im Kunstverein, wobei erstmals in diesem Jahr Arbeiten gezeigt werden, die in Ingelheim bzw. der näheren Umgebung entstanden sind. Die lokalen, anerkannten Künstler der diesjährigen Art Quadrat sind Connie Heese, Bernd Carow, Judith Lüpke und Brigitte Borkott-Gerlach. 

Connie Hesse studierte an der Goethe Universität in Frankfurt. Sie arbeitet überwiegend mit Acryl, setzt in neuester Zeit auch Stoff, Papier, Tapete und Spachtelmasse in ihren Arbeiten ein. Ihre Bilder bekommen dadurch eine beeindruckende, geradezu geheimnisvolle Tiefe und eine haptische Oberfläche. 

Bernd Carow studierte in Hannover, Braunschweig und Mainz. Er ist Kunstpädagoge und mit Leib und Seele Bildhauser. Diese Liebe zum Material fließt auch in seine Skupturen-Serie "Coco'" und "Monde" ein, die er in Ingelheim zeigen wird. "Berühren erlaubt" scheinen die Plastiken auszudrücken, die der Hand schmeicheln wollen. 

Judith Lüpke studierte ebenfalls in Mainz. Sie beschäftigt sich mit Landschaftsfotografie. Auf sie übte - immer am Rhein lebend - die Flusslandschaft eine besondere Faszination aus. Neuere Arbeiten widmen sich den Spiegelungen im Wasser. 

Brigitte Borkott-Gerlach ist über die Grenzen Ingelheims bekannt. Nach ihrem Kunststudium wurde sie durch Studienaufenthalte im Ausland künstlerisch geprägt. Sie malt ihre figurativen Motive so ausdrucksstark, dass ihre Arbeiten den Betrachter schon beim ersten Blick in den Bann ziehen.

3.8. bis 23.8.2019

HAMA Lohrmann

landART


Im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz

zum Thema „Heimat(en)“

 

Der Künstler Hama Lohrmann wurde 1965 in Augsburg geboren und lebt noch heute nahe der Fuggerstadt. Hama Lohrmann "erläuft" seine Kunstwerke weltweit. Ob in Island, Marokko, Südindien, den schottischen Highlands oder eben wie jetzt in Ingelheim. Der Künstler arbeitet in und mit der Natur. Für seine Materialien verwendet er ausschließlich Naturmaterialien. Bewußt sind seine Kunstwerk vergänglich. Lassen Sie sich vom hohen künstlerischen Anspruch seiner formalen Ästhetik verzaubern.

Erstmals präsentiert der Kunstverein die Arbeiten eins Künstlers an gleich zwei Standorten in Ingelheim. Einerseits in der Bahnhofstr. 48 (wo auch die Vernissage stattfindet) und andererseits in der Alten Markthalle, die zeitgleich zur Eröffnung des Kultursommers vom 3.5.-5.5. für den Künstler zur Präsentation seiner LandArt zur Verfügung gestellt wurde.

3.5. bis 2.6.2019


Christel Leleu

MOTION &  EMOTION

my way with PINA


Christel Leleu absolvierte ein Studium für Bildhauerei/Plastik in Paris. Heute arbeitet sie als Malerin und Bildhauerin im französischen Tourrettes, nahe der Cote d`Azur. Leleu beschäftigt sich künstlerisch mit dem Ausdruck des Körpers. Sie visualisiert unvergleichlich die Bewegung der dargestellten Personen so, dass dem Betrachter Emotion und die Identität plastisch vor Augen geführt werden. Dabei bedient sich Christel Leleu aller notwendigen Techniken und Materialien wie Aquarell, Tinte, Acryl oder auch Collage, um den Menschen perfekt zu inszenieren. Als Leitlinie der Ausstellung in Ingelheim dient das Werk der deutschen Choreografin Pina Bausch, die mit ihrem Wirken den modernen Tanz maßgeblich revolutionierte und über Jahrzehnte prägte.

Im Ingelheimer Kino Casablanca / Cadillac wird am 26.3. um 19:30 Uhr, zeitnah zur Vernissage der Ausstellung, der Film "PINA" von Wim Wenders gezeigt. Der Kunstverein bedankt sich für die Unterstützung bei der Familie Luber und empfiehlt allen Kunstinteressierten den Besuch des Films.

23.3. bis zum 27.4.2019

Michael Apitz

Kompositionen


Michael Apitz lebt und arbeitet in Schlangenbad. Seit zwei Jahren beschäftigt er sich mit abstrakten Porträts von großen Komponisten, wie Wagner, Verdi, Mozart oder Dvorak. Er fasst die Porträt-Serie unter dem Titel "Chromophonie" zusammen. Im folgenden Film spricht der Künstler über seine Inspiration:

12.1.2019 - 2.2.2019

Ulrike Donie

Werden und Wachsen


Die Malerei der Künstlerin bietet ein reiches Spektrum sinnlicher Eindrücke zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Die Bilder haben eine beeindruckende räumliche Wirkung - wie im Sog wird der Blick des Betrachters in die Tiefe gezogen. In den Arbeiten präsentiert sie scheinbare Unterwasserwelten mit Korallen und Ablagerungen, die es so in der Natur nicht gibt, die aber durchaus real sein könnten. Neben der Malerei präsentiert Ulrike Donié Objekte. Freuen Sie sich auf eine spannende Ausstellung.

2.3.2019 - 16.3.2019

Landeskunstgymnasium Rheinland-Pfalz

Chrysalis


Die Abschlussklasse des Landeskunstgymnasiums Rheinland-Pfalz präsentierte ihre Abschluss-Arbeit. Sie wurde "CHRYSALIS" getauft. Die Schülerinnen und Schüler zeigten Ausschnitte ihrer kreativen Entwicklung der letzten drei Jahre. Die Besucher erwartete ein umfangreiches Spektrum an Zeichnungen, Malerei, Fotografie und Videokunst.

8.2. - 21.2.2019