Rückschau | Archiv

An dieser Stelle finden Sie einen Rückblick zu den Ausstellungen früherer Jahre sowie Beschreibungen zu den Künstlern und ihren Werken.

Ausstellungen 2019


Studenten stellen ihre werke aus

9. bis 30. November 2020

Als eine der wenigen international hochrangigen Einrichtungen der bildenden Kunst bietet das Institut für Künstlerische Keramik und Glas der Hochschule Koblenz in Höhr-Grenzhausen (IKKG) jungen Menschen eine künstlerische Ausbildung mit dem Schwerpunkt moderne Skulptur und den Materialfeldern Keramik und Glas. Das Institut begreift sich als Ort, an dem alle gesellschaftlichen, künstlerischen und philosophischen Fragen intensiv diskutiert und in Skulptur und Malerei sowie anderen Medien umgesetzt werden.

Mit der Ausstellung „Caluccino“ fordern Studierende der IKKG Kunstinteressierte dazu auf, die Rezeption von Kunst nicht nur an der Oberfläche zu belassen. „Caluccino“ entstammt dem Italienischen und bedeutet so viel wie „der Ring, den ein vom Kondenswasser feuchtes Glas auf dem Tisch hinterlässt“. Die Studierenden laden mit ihren Werken ein, an dieser Oberfläche zu kratzen, hinter die Fassade zu blicken und das wahrzunehmen, was nicht explizit vor uns liegt. Sie offenbaren uns in ihren Arbeiten, stets mehr zu sehen, als wir tatsächlich sehen. Sie machen aufmerksam auf das Dahinter oder das Dazwischen und hinterfragen Material ebenso wie unsere Sehgewohnheiten.

Fühlen Sie sich manchmal einsam, obwohl Sie mitten in einer Gemeinschaft sind? Oder haben Sie sich schon einmal gefragt, was sich im Inneren einer Litfaßsäule verbirgt? Werden drinnen, fein aufgestapelt, Steuergelder aufbewahrt? Oder dachten Sie beim Verzehr von Popcorn je an die bis heute sichtbaren Spuren der Kolonialisierung? Auf diese und andere soziokulturellen und –politischen Fragen bieten die Studierenden skulpturale Entgegnungen – oder vielmehr Begegnungen, die zu Reflektion und Diskussion anregen sollen. 


kontraste - Mitgliederausstellung 2019

7. Dezember 2019 bis 5. Januar 2020

„Die Künstler im Kunstverein Ingelheim haben einmal im Jahr die Möglichkeit, ihre Arbeiten dem breiten Publikum zu zeigen. Das freut uns sehr. Zudem wissen wir es in diesem Jahr sehr zu schätzen, dass die neue hauptamtliche Beigeordnete der Stadt Ingelheim, Dr. Christiane Döll, die Eröffnungsansprache halten wird“, erklärt Jens Jürgen Huber, erster Vorsitzender des engagierten Kunstvereins.

Gezeigt werden zirka 50 Werke mit ganz unterschiedlichem Anspruch und technischem Können. Die Palette reicht vom einfachen Nachvollzug bekannter Kunst über den persönlichen Ausdruck bis hin zur professionell reflektierten Anwendung und Entwicklung künstlerischer Mittel und Prinzipien. Diese große Bandbreite in inhaltlicher, formaler und technischer Hinsicht sorgt dafür, dass wohl jeder Besucher der Ausstellung Bilder oder Skulpturen finden wird, die ihn besonders ansprechen.

„Uns liegt es am Herzen, dass Macher und Betrachter der Kunst sich in der Mitgliederausstellung offen begegnen. Wenn es bei der Vernissage zum Austausch und zum Gespräch über Kunst kommt, haben wir viel erreicht“, so Rudi Nowak, Leiter des künstlerischen Beirates des Kunstvereins Ingelheim, der auch in diesem Jahr die Mitgliederausstellung kuratiert.

 


Ausstellungen 2018


Mitgliederausstellung

Zusammen


Der Kunstverein Ingelheim möchte einmal im Jahr seinen Mitgliedern die Präsentation ihrer Arbeiten vor einem breiteren Publikum ermöglichen. Erwartungsgemäß dürften künstlerischer Anspruch und technisches Vermögen bei dieser Ausstellung in großer Bandbreite vorliegen: Von einem einfacheren Nachvollzug bekannter Kunst über den persönlichen, emotionalen Ausdruck eigener Befindlichkeit  bis hin zur professionell reflektierten Anwendung und Entwicklung künstlerischer Mittel und Prinzipien.

Trotzdem oder gerade wegen  dieser großen Unterschiede in inhaltlicher, formaler und technischer Hinsicht wird jeder Besucher,  jede Besucherin  Bilder oder Skulpturen finden können, die  ansprechend sind, die gefallen oder vielleicht einen anderen Blick auf die Welt ermöglichen.

Wenn es unter den Besuchern der Mitgliederausstellung zum Austausch und zum Gespräch über Kunst kommt, dann hätte sie ein wichtiges Ziel erreicht.

In diesem Sinne: Wünschen wir uns alle die lebhafte Begegnung von Machern und Betrachtern.

Rudi Nowak

Susanne Beucher

Scheissleben ohne Kunst


Kunst, Malerei, Farbe als Lebenselixier, als Werkzeug im Überlebenskampf in der Welt des Alltags, als kreative Lösungsgeberin in vertrackten Situationen. Susanne Beucher nutzt dieses Medium seit vielen Jahren. Anfangs waren es Kopffüßler, die ihre Bilder bevölkerten und vor flächig aufgefassten Farbhintergründen aus großen Augen die Welt beobachteten und kommentierten. Fast immer allein haben sie sich den gleichen Problemen im Alltag zu stellen wie der Mensch: Auseinandersetzung mit aberwitzigen Situationen, Kommunikationsprobleme, Beziehungsstress. Knochen und Herz als symbolische Beigaben stehen für Tod, Hass und Wut bzw. Freude, Liebe und Glück: Allgemeinverständlich, jedoch nie naiv, im kollektiven Gedächtnis der Menschen verankert, mit hohem Wiedererkennungswert. Verbunden mit der Aufforderung an den Betrachter, die eigene Situation zu reflektieren und mit nun gewonnener Distanz neu zu bewerten. 

Uschi Baetz, Kunsthistorikerin


Zum 80. Geburtstag

Die Welt der Liesel Metten


Fünfte Station der Retrospektive

Liesel Metten wurde 1938 in Recklinghausen geboren. Bis zu ihrem achten Lebensjahr wusste sie nicht, was Frieden ist. Den Krieg erlebte das Kind als "spannendes Abenteuer". Doch ihre extreme Kurzsichtigkeit lenkte den Blick besonders auf die kleinen Dinge, die scharf erscheinen, wenn man ganz nah herangeht. Das große Ganze blieb unklar. Im folgenden Film erzählt Liesel Metten von ihrer Kindheit, der Begegnung mit dem weltberühmten Bildhauer Henry Moore, der Ausbildung bei Heinrich Kirchner, wie sie bei einer Studienfahrt ihren Mann Johannes kennenlernte und wie man als Bildhauerin fünf Kinder erzieht.

Liesen Metten

Die Korkbilder im Kunstverein Ingelheim


Es sind die freundlichen Ungeheuer einer ungeheuren Phantasie - die Fabelwesen der Liesel Metten. Und sie nehmen in den unterschiedlichsten Formen, Farben und Materialien Gestalt an. In Bronze gegossen, mit Gips modelliert, auf Leinwand oder Papier gemalt.. Da gibt es Einhörner, Rüsseltiere, Riesenschnecken, Schmetterlinge, Ungeheuer - eben lauter komische Käuze.

Der Kunstverein Ingelheim ist die fünfte und letzte Station dieser großartigen Retrospektive. Wir konzentrieren uns auf eine jüngere Schaffensphase der Künstlerin, in der großformatige Korkbilder entstanden - eine Art Scherenschnitt, aber eben aus dem ungewöhnlichen Werkstoff Korkpapier. Eine Auswahl der Bilder sehen Sie in dieser Diashow.

Susanne Maurer

Es knirscht im Auge

Himmel und Landschaft


Landschaften sind ihre Leidenschaft. "Während des Studiums, danach und bis heute interessiert mich nichts Anderes", sagt Susanne Maurer mit einem ungeheuren Selbstverständnis. Ihre Bilder atmen Ruhe, haben eine meditative Wirkung. Die Sensation ereignet sich an der Linie des Horizonts. Da prallen die Farben aufeinander, bis es im Auge "knirscht". Die Landschaften entstehen in Susanne Maurers Fantasie. Vielleicht entspringen Sie der Sehnsucht der Künstlerin, die mitten in Berlin lebt und arbeitet. Manchmal bestehen vier Fünftel eines Bildes aus Himmel - aber was für ein Himmel. Man möchte die Flügel spreizen und nur noch fliegen.
Ich habe Susanne Maurer in Kreuzberg besucht und einen sehr persönlichen Film mit ihr gedreht. Sehen Sie selbst.

MANFRED GLOECKLER

Malerei und Grafik


Der Kunstverein Ingelheim möchte einmal im Jahr seinen Mitgliedern die Präsentation ihrer Arbeiten vor einem breiteren Publikum ermöglichen. Erwartungsgemäß dürften künstlerischer Anspruch und technisches Vermögen bei dieser Ausstellung in großer Bandbreite vorliegen: Von einem einfacheren Nachvollzug bekannter Kunst über den persönlichen, emotionalen Ausdruck eigener Befindlichkeit  bis hin zur professionell reflektierten Anwendung und Entwicklung künstlerischer Mittel und Prinzipien.

Trotzdem oder gerade wegen  dieser großen Unterschiede in inhaltlicher, formaler und technischer Hinsicht wird jeder Besucher,  jede Besucherin  Bilder oder Skulpturen finden können, die  ansprechend sind, die gefallen oder vielleicht einen anderen Blick auf die Welt ermöglichen.

Wenn es unter den Besuchern der Mitgliederausstellung zum Austausch und zum Gespräch über Kunst kommt, dann hätte sie ein wichtiges Ziel erreicht.

In diesem Sinne: Wünschen wir uns alle die lebhafte Begegnung von Machern und Betrachtern.

Rudi Nowak

andrea Wesseli

Malerei


Evolution und Zivilisation
geformt und strukturiert von Bewegung, Licht und Zeit
Konservierung und Zerfall
Die Wasseroberfläche trennt und verbindet
sie erzeugt einen Dualismus
gleichzeitiges Existieren von 2 Welten
sie spiegelt die Welt: die Sonne und der Himmel versperren die Transparenz
und im Schatten wird der Blick frei, in die Unterwelt
Blick durch die Wasseroberfläche wie durch ein Brennglas gibt den Blick frei in die Unterwelt
diese wirkt wie inszeniert durch die Verbindung von Licht und Wasser wie beleuchtet durch einen Spot auf einer unterirdischen Bühne magisch, verzaubert
Wasser als Symbol des Lebens
Existenziell
Wasser gibt und nimmt
die Welt wird bestimmt durch das Maß an Wasser
Leben – Wachstum – Tod
diese magische Unterwasserwelt verschwindet mit dem Rückzug das Wassers
Wasser konserviert alte Spuren
verändert mit Ruhe, Kraftvoll und dauerhaft
verbindet
Steine brechen im Laufe der Millionen, werden abgeschliffen, formieren sich neu durch das stetig fließende Wasser
Neugierde
eintauchen in eine andere Welt
Drang danach, etwas darzustellen, was sonst keine Beachtung findet die Poesie des Einfachen – Schlamm – Steine – Morast
Wasserscheide
eine durchlässige imaginäre Grenze zwischen Leben und Tod


Marc Taschowsky

WIR SIND DOCH NICHT IM KINDERGARTEN


Er kann keine Sekunde still stehen. Marc Taschowsky ist immer in Bewegung. Sein künstlerisches Leben scheint einem inneren Rhythmus zu folgen - und der liegt sicher nicht unter 130 bpm. In seinem Kreuzberger Atelier arbeitet er zumeist an mehreren Werken gleichzeitig. Und sein Output ist enorm. „Auf abenteuerliche Fernreisen kann ich verzichten“, sagt der Wahl-Berliner. „In meinem Atelier habe ich Abenteuer genug“. Und so sehen seine Werke dann auch aus: Hier treffen die skurrilsten Dinge aufeinander. So stellt man sich die virtuellen Welten vor, die Tad Williams in seiner Science-Fiction-Romantrilogie „Otherland“ beschreibt. Das ist mitreißend, schockierend, verwirrend und inspirierend zugleich. Marc Taschowskys Kunst betrachtet man nicht - man erlebt und spürt sie!

Lars Michael Storm

 

Kuratiert wurde die Ausstellung von Susanne Mull und Dietmar Gross. Die beiden holen nach Taschowsky auch dessen Frau Susanne Maurer nach Ingelheim. Ihre Arbeiten wurden im Mai gezeigt. Klicken Sie auf das Video und erleben Sie den Künstler in seinem Element.

Karin Klemm

Druck Holz Bild


Lesen Sie die Berichterstattung über die Ausstellung in der Allgemeinen Zeitung vom 20. März 2018 ›› sowie vom 27. März 2018 ››


Ausstellungen 2017

  • Mitgliederausstellung 2016/17
  • Ursula Niehaus
  • Petra Balbach 
  • Katrin Schneider / Berit Jäger
  • Art Quadrat
  • Udo W. Gottfried
  • Gabi Klinger
  • Gerlinde Zantis / Michael Dohle
  • Christine Hach  
  • Mitgliederausstellung 2017/18

Ausstellungen 2016

  • Karin Waldmann
  • Michael Apitz
  • Valy Wahl
  • Amador Vallina
  • Susanne Ritter
  • Sven Schalenberg
  • Rudi Nowak
  • Finther Gruppe
  • Christan Felder
  • Mitglieder 2016

Ausstellungen 2015

  • Anne Kuprat
  • Monika Geisbüsch
  • Heike Negenborn
  • Danila Menshikov
  • Achim Ribbeck
  • Alice Stäglich
  • Manfred Pieck
  • Mitglieder 2015