rückschau


quart - farben, flächen, Formen

Renate Göhlich, Sandra Rau, Ruth Ohlig-Kiesel, Sascha Marx


Vernissage: Samstag, den 30. Mai um 19 Uhr / Ausstellungszeitraum: 30. Mai - 28. Juni 2026

 

Wir laden Sie herzlich zur Ausstellung quART ein. Die Vernissage findet am Samstag, den 30. Mai um 19 Uhr statt. Mit Renate Göhlich, Sandra Rau, Ruth Ohlig-Kiesel und Sascha Marx stellen vier kunstschaffende Mitglieder ihre Arbeiten dem Publikum vor.

 

Für Renate Göhlich ist die abstrakte Malerei das Experimentieren mit intensiven Farben und haptischen Oberflächen. Sie arbeitet überwiegend großformatig in Acryl, zum Teil kombiniert mit Öl, und anderen Materialien. Mit Pinsel, Spachtel und diversen Gegenständen werden Schichten aufgebaut, umgewandelt und abstrahiert, bis ein lebendiges Bild entsteht, in dem Farben und Strukturen aufeinandertreffen und eine harmonische Spannung entsteht. Das Ziel ist nicht, eine reale Welt abzubilden, sondern eine eigene, visuelle Energie spürbar zu machen.

 

Ausgangspunkt der abstrakten Arbeiten von Sandra Rau ist ein Farbexperiment, das sich in einem Wechselspiel von Intuition und Reflexion über mehrere Arbeitsphasen hinweg entfaltet. Dabei legt die Künstlerin besonderen Wert auf Bildaufbau und Farbwirkung. Übermalungen, Reduktionen und Verdichtungen sind integraler Bestandteil ihres Prozesses. Die ureigene Formensprache der Künstlerin, sowie ihr charakteristischer Farbauftrag, verleihen den farbintensiven Arbeiten ihren besonderen visuellen Charakter. Sandra Rau möchte die Betrachter zu eigenen Interpretationen und Geschichten anregen und ihren Alltag damit nachhaltig bereichern. 

 

Die Arbeiten von Ruth Ohlig-Kiesel gehen aus dem Suchen hervor. Dabei interessiert sie sich vor allem für organische Naturmaterialien wie Pflanzenteile, Fundstücke und Fragmente, die meist unbeachtet bleiben. Im Atelier werden diese Materialien vereinzelt und in neue Zusammenhänge überführt. Es entstehen Assemblagen und Objekte, aber auch Motivelemente, die für fotografische und experimentelle Verfahren dienen. Charakteristisch ist die Gegenüberstellung von gewachsener Form und gesetzter Ordnung, die ein Spannungsfeld von natürlicher Vielfalt und formaler Struktur erzeugt.

 

Ausgehend von einem Nachspüren der uns umgebenden Natur lässt sich die Malerin Sascha Marx zunächst von der Farbe leiten. Sie lagert Schichten über Schichten, verdeckt, hebt wieder, spürt Farbklängen nach, zerstört harmonische Bereiche, gibt gestische Impulse, um dem Unterschwelligen auch noch Raum zu lassen. So nähert sich die Malerei allmählich einem Zustand, der etwas Vertrautes in ihr und dem Betrachter auslöst, vielleicht ein Gefühl von Heimat in einer dennoch existenten Wildnis, einen unentschiedenen Schwebezustand, ausgeglichene Unruhe. 

 

(Pressetext von Miriam Maslowski)


🎨 Der Countdown läuft: Die 20x20 Auktion endet am 31.05.2026 um 22 Uhr.

 Noch bis Sonntagabend habt ihr die Möglichkeit, einzigartige Kunstwerke zu ersteigern und damit gleichzeitig Gutes zu tun.

Jedes Gebot unterstützt unsere Arbeit und macht sichtbar, was durch gemeinschaftliches Engagement möglich wird. ❤️
Ein riesiges Dankeschön an alle Künstler:innen, Unterstützer:innen, Sponsor:innen, Helfer:innen und natürlich an alle, die bereits mitgeboten haben. Ohne euch wäre dieses Projekt nicht möglich.
Gleichzeitig möchten wir transparent mit euch teilen:
Die Rolle der Projektkoordination des 20x20-Projekts wird nach der diesjährigen Auktion vakant.
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HEUTESCHÖN - CHRISTIANE GAEBERT, KERSTIN RÖMHILD, HELGA SCHWALT-SCHERER

Ausstellungszeitraum: 18.4. - 17.5.2026

Unter dem Ausstellungstitel „HEUTESCHÖN“ präsentieren die unterfränkischen Künstlerinnen Christian Gaebert, Kerstin Römhild und Helga Schwalt-Scherer vom 18. April bis zum 17. Mai ihre Arbeiten im Ingelheimer Kunstverein in der Bahnhofstraße 48.

 

Christiane Gaebert setzt Schnitte wie Linien und schafft aus einfacher Fläche komplexe Objekte und Schattenspiele der besonderen Art. Im Fokus ihrer zweidimensionalen Arbeiten stehen Mensch und Menschliches in jeder Form, ob dynamischer One-Liner oder Malerei. In scheinbar endloser Linie entstehen teils 20 bis 30 Gesichter, die in einem Zug gezeichnet oder gemalt worden sind und verkörpern Dynamik, Zeitfluss und Bewegung, verbinden Vergangenheit mit Gegenwart und öffnen ein Fenster in eine mögliche Zukunft. Die so entstandenen Portraits erwidern den Blick, fordern einen Dialog heraus, werfen Fragen auf und konfrontieren die Betrachtenden mit ihrer Präsenz. Auch Tiere bevölkern die Leinwände, ob als Beute, Predator, mythische Figur oder als Stellvertreter menschlicher Wesensart.

 

Kerstin Römhilds Aufnahmen entstehen meist in der Natur oder im öffentlichen Raum und dokumentieren Details sowohl konkret, als auch diffus. Nebensächliches rückt in den Vordergrund, Gegenständliches löst sich auf. Ein Schwerpunkt ihrer jüngsten Arbeit ist die grafische Verfremdung von Fotografien. Mit der Serie „Lack ab“ zeigt sie sowohl die Schönheit von Alltäglichem als auch von vermeintlich Hässlichem. Sie macht sichtbar, was man normalerweise nicht oder vielleicht mit ganz anderen Augen sieht. Verwitterte Fassaden, Spiegelungen und Schatten besitzen eine eigene faszinierende Ästhetik. Sie erzählen Geschichten von Vergänglichkeit oder spiegeln Eigenblicke wieder.

 

Helga Schwalt-Scherer beschreitet mit ihren Skulpturen, Installationen, analogen und digitalen Zeichnungen eigene Wege. Mit dem Werkstoff NATO-Draht, einer mit messerscharfen Schneiden ausgestatteter, optimierten Form des herkömmlichen Stacheldrahts, schafft sie prägnante Werke, die von einer Balance zwischen Schönheit und Schrecken getragen werden. Durch die Zweckentfremdung des NATO-Drahts eröffnet sich die Künstlerin neue materielle Möglichkeiten der Formgebung und neue ideelle Möglichkeiten der Sinngebung für ihre Skulpturen, die aus diesem Material entstehen. Sie webt daraus Decken, strickt damit Socken und fertigt anschmiegsame Wärmflaschen. Die vordergründige Wirkung und die präzise Gestaltung dieser eher harmlosen Gegenstände stehen in einem befremdlichen Kontrast zu dem dafür verwendeten Material.

 

Perspektivwechsel, Haptik und sensorische Spannung stehen im Mittelpunkt der Objekte, Skulpturen, Malereien und fotografischen Arbeiten und schaffen einen Reiz durch dialogische Gegenüberstellung. Der Kunstverein lädt alle Interessierten herzlich zur Vernissage am 18. April um 19 Uhr ein.


Experiment_Druck

Vernissage: 28.02.2026, 19 Uhr

Druckvorführung: Sonntag, der 15.03. / 14 – 17 Uhr mit Usch QuednauSonntag, der 29.03. / 14 – 17 Uhr mit Ulrike Mangel und Rita Eller

Zeitgenössische Druckkunst zwischen Tradition und digitalen Medien mit Rita Eller, Sandra Heinz, Ulrike Mangel, Ulrike von Quast und Usch Quednau

In der Ausstellung „Experiment_Druck. Zeitgenössische Druckkunst zwischen Tradition und digitalen Medien“ zeigen fünf Künstlerinnen in der Zeit vom 28. Februar bis zum 29. März drucktechnische Arbeiten in den Räumlichkeiten des Ingelheimer Kunstvereins in der Bahnhofstraße 48. In der zeitgenössischen künstlerischen Druckgrafik werden die klassischen Techniken durch eine Vielzahl neuer Verfahren erweitert. Die ursprüngliche Bedeutung, Auflagen drucken zu können, ist zugunsten neuer Möglichkeiten für experimentelle, nicht reproduzierbare Druckverfahren in den Hintergrund getreten. So beschäftigen sich Rita Eller, Sandra Heinz, Ulrike Mangel, Ulrike von Quast und Usch Quednau mit der Ästhetik, welche die jeweilige Technik auszeichnet.

Rita Eller nutzt neben dem Linol- oder Holzschnitt auch den Materialdruck und die Monotypie. Die Schichtungen von Farben, Formen und Strukturen, die Vernetzung von verschiedenen Elementen und Fragmente lassen neue, vielschichtige Sinnzusammenhänge entstehen.

Sandra Heinz untersucht mit ihren Materialdrucken von Gebrauchstextilien graphische und kompositorische Möglichkeiten. Durch die Unmittelbarkeit der direkten Übertragung entstehen Unikatdrucke mit eigener stofflich-materieller Wirkung. Mit den Kleidungsstücken verbunden sind Erinnerungen und Anmutungen. Die Drucke konservieren einen Moment der Bewegung und ein Stück Zeit.

 Ulrike Mangel variiert in ihren farbkräftigen, meist seriell angelegten Druck-Collagen Formen und Farben. Linoldrucke werden durch Monotypien und Collage-Elemente erweitert – ein spielerischer, experimenteller Prozess. Transparenz, Verdichtung und Überlagerung prägen den Leitgedanken dieser Druckgrafiken.

Ulrike von Quast beschäftigt sich mit mehreren Drucktechniken auf unterschiedlichen Untergründen. Im Zentrum der künstlerischen Arbeit steht der Mensch, seine inneren Vorgänge und Befindlichkeiten. Aber auch die Natur als Grundlage unseres Lebens, ihre Fragilität und Schutzbedürftigkeit, ihre Vielfalt und Vielschichtigkeit wird thematisiert.

Usch Quednau kombiniert die klassische Cyanotypie mit Hochdrucken z.B. aus Polystyrol oder Naturmaterialien, die Bildinhalte hervorheben und ihnen eine zusätzliche Ebene verleihen. Wiederkehrende Motive in diesen vielschichtigen Drucken sind Natur- und Umweltschutzthemen.

Der Kunstverein lädt alle Interessierten herzlich zur Vernissage am 28. Februar um 19 Uhr und zu den Druckvorführungen am 15.03., 14.00 – 17.00 Uhr mit Usch Quednau und 29.03., 14.00 – 17.00 Uhr mit Ulrike Mangel und Rita Eller ein.

Text: Miriam Maslowski


CHrista Estenfeld-Kropp & Heinz Jürgen Kropp

Vernissage: 17.01.2026 19 Uhr  /  ausstellungsZeitraum: 17.01.-15.02.2026  /  lesung: 01.02.2026, 16 uhr

Der Kunstverein Ingelheim e.V. startet im Januar in ein abwechslungsreiches Ausstellungsjahr. Den Anfang macht die Ausstellung »Christa Estenfeld-Kropp , Heinz Jürgen Kropp: Buch, Malerei, Objekt«, die vom 17. Januar bis zum 15. Februar in den Räumlichkeiten des Kunstvereins in der Bahnhofstraße 48 zu sehen ist. 

Das Wechselspiel von Literatur und bildnerischer Kunst prägt das Werk von Christa Estenfeld-Kropp. Von Kindheit an begeisterte Leserin, fanden die rezipierten Texte im Laufe der Jahre Umsetzung in ein künstlerisches Schaffen. So sind neben Keramiken auch Acrylmalereien zu sehen, die von literarischen Texten von Franz Kafka und Heinrich von Kleist inspiriert sind. Die Arbeiten Christa Estenfeld-Kropps zeigen märchenhaft anmutende, geheimnisvolle und drastische Szenerien. Die Künstlerin verfasst darüber hinaus eigene Texte: Mit acht Romanen und zahlreichen Erzählungen liegt ein umfangreiches literarisches Werk vor. 

Die künstlerische Produktion Hans Jürgen Kropps umfasst ein breites Spektrum. Die Materialien und Techniken, derer sich der Künstler bedient, sind vielfältig. Neben großflächigen Malereien und gewichtigen Malbüchern auf Gestellen, die an Maschinen erinnern, sind Recycle-Mix-Gestaltungen zu sehen: Objekte aus gefundenen, decollagierten und neu kombinierten Gegenständen. Hunderte alter Dias werden, vom Künstler farblich bearbeitet, zu beleuchteten Tafeln neu zusammengesetzt. Die Arbeiten Hans Jürgen Kropps machen den Betrachtenden das Angebot, das Fremde ebenso wie das ihnen Eigene und vielleicht auch das Vertraute darin zu entdecken. 

Die Auseinandersetzung mit dem Figürlichen und das Schaffen von Räumen zwischen Abstraktion und Naturnähe verbindet das Werk des Künstlerpaares, deren Arbeiten der Ausstellung im Wechselspiel ihrer Präsentation eine besondere Dynamik verleihen. 

Der Kunstverein lädt alle Interessierten herzlich zur Vernissage am 17. Januar um 19 Uhr ein.

 Am 1. Februar um 16 Uhr liest Christa Estenfeld-Kropp in den Räumen des Kunstvereins aus ihren Büchern, die zu dieser Gelegenheit auch erworben werden können. Auch hierzu lädt der Kunstverein herzlich ein.